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Opera Operata

 

Aktuelles Musiktheater im Gespräch

Ein Gemeinschaftsprojekt mit der Komischen Oper zu Berlin

Wer ein rechter Opernmacher sein will, sucht das Gespräch mit dem kritischen Zuschauer. Aus diesem Grunde lädt die Komische Oper zu Berlin auch unter ihrem neuen Intendanten Barry Kosky die Lessing-Hochschule zur weiteren Vertiefung der akademischen Zusammenarbeit ein. In dieser Saison geht es um zwei Bühnenwerke ganz und gar verschiedenen Charakters, wobei das eine – Jean-Philippe Rameaus „Castor und Pollux“ - aus der Barockzeit stammt, das andere – Benjamin Brittens „Sommernachtstraum“  - am ehesten der klassischen Moderne zuzuordnen ist. "opera operata" reflektiert die vielfältigen operativen Prozesse, die ein musiktheatralisches Werk von der ersten kreativen Idee des Librettisten und Komponisten bis hin zur ultimativen Bühnenaufführung durchläuft. Der kooperative Diskurs im Rahmen unseres Vorhabens umfasst - neben einer gründlichen Werkeinführung - das Gespräch mit Dirigent, Regisseur, Bühnenbildner und Dramaturg, eine Besichtigung der Kulissen und Kostüme sowie das kritische Gespräch nach der Vorstellung, woran auch die Sänger und Schauspieler beteiligt sind.

Benjamin Britten (1913-1976):

Ein Sommernachtstraum - Oper in drei Akten

Libretto: Benjamin Britten und Peter Pears nach William Shakespeare
Deutsche Übertragung nach August Wilhelm von Schlegel,
eingerichtet von Ernst Roth

Aufruhr im Feenreich: Königin Titania hat König Oberon sein Lieblingsspielzeug entwendet. Der sinnt auf Rache, verlässt sich dabei aber dummerweise auf seinen chaotischen Helfershelfer Puck, Mit seinem Zaubermittel erwischt Puck leider zwei herumirrende Liebespaare, die sich nun in völlig verkehrter Konstellation verlieben, was zum totalen Gefühls- und Beziehungschaos führt. Jetzt ist es an Puck, die Sache wieder gerade zu rücken. Und Titania soll ja auch nicht ganz ungeschoren davon kommen…

Benjamin Britten, der am 22. November 2013 100 Jahre alt geworden wäre (die Lessing-Hochschule widmet ihm aus diesem Anlass am 23. November 2013 in der Alten Feuerwache Zehlendorf ein Jubiläumskonzert), wählte eines der witzigsten und gleichzeitig tiefgründigsten Werke Shakespeares als Vorlage für sein wohl beliebtestes Bühnenwerk. Die farbenreiche Instrumentierung, die poetische Musiksprache und eine originelle Besetzung (Oberon als Countertenor, Puck als Sprechrolle) führen direkt hinein in eine fantastische Zauberwelt. Mit der berühmten Handwerkerszene schuf Britten zudem eine hinreißende Opernparodie.

Musikalische Leitung: Kristiina Poska
Regie: Viestur Kairish
Bühnenbild und Kostüme: Ieva Jujäne
Dramaturgie: Johanna Wall

 

Werkeinführung: Kurs-Nr: SZ 112-503. 2 mal mittwochs 18.15-19.45 Uhr; Beginn: 11.9.2013. Gebühr: 10,00 € /6,00 €   Ort: Haus der Weiterbildung in der Goethestr. 9-11, 12207 Berlin-Lichterfelde, Raum 204

 

 

 

 

 

Alle Termine:

Sonntag, 8. September  2013, 12 Uhr:

Einführungsmatinée in der Komischen Oper (Eintritt frei)

11.9. und 18.9. 2013 (mittwochs) jeweils 18.15 – 19.45 Uhr:

Werkeinführung an der Lessing-Hochschule durch Dr. Christian Knudsen:
Benjamin Britten als Komponist -
Die Vorlage „Der Sommernachtstraum“ von William Shakespeare
und die Entstehungsgeschichte der Oper -
Musikalische und dramaturgische Einzelbetrachtungen mit Klangbeispielen

Samstag,  21.9.2013 – Komische Oper Berlin

16.00 Uhr Kulissenbesuch mit Yvonne Trawny
17.15 Uhr  Gespräch über die Inszenierung mit Dramaturgin Johanna Wall
18.30 Uhr Abendimbiss im Künstlercasino der Komischen Oper (nicht im Preis enthalten)
19.30 Uhr Aufführung „Sommernachtstraum“
22.00 Uhr Publikumsnachgespräch mit dem Regieteam und den
Sängern und Sängerinnen.

Die Anmeldungen für den Tag in der Komischen Oper (Teilnahmegebühr 35 Euro)
erfolgen durch Dr. Christian Knudsen Tel. 8324484 oder 86455189 –
E-mail: christian.knudsen@web.de
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Jean-Philippe Rameau (1683-1764)

Castor et Pollux - Tragédie lyrique en musique in fünf Akten (1754)
Libretto von Pierre-Joseph Bernard

Eine Koproduktion mit der English National Opera London
- Ausgezeichnet mit dem Laurence Olivier Award 2012 -

Phébé liebt Castor, Castor aber liebt Phébés Schwester Télaire. Télaire erwidert zwar Castors Liebe; sie ist jedoch Castors Bruder Pollux versprochen, der sie ebenfalls liebt. Der Konflikt, mit dem Rameaus Oper (in dieser ihrer späteren Fassung) beginnt, ist schier unlösbar. Alle vier Hauptpersonen sind gefesselt in  ihren eigenen Emotionen. Mit ihrer Liebe, ihrem Hass, ihrer Leidenschaft und ihrer Eifersucht schaffen sie sich ihr eigenes Gefängnis, ihre Hölle auf Erden.

Als Reformer der französischen Oper, dessen Schaffen nicht ohne Einfluss auf Zeitgenossen wie Christoph Willibald Gluck blieb, schrieb Jean-Philippe Rameau ein einzigartig dichtes Werk, das seiner Zeit in vielerlei Hinsicht weit voraus war. Von wahrhaft modernem Zuschnitt ist nicht nur die Dramaturgie der Oper, die die Handlung in rascher Szenenfolge erzählt. Die stets am dramatischen Geschehen orientierte musikalische Gestaltung verleiht überdies mit ihrer besonderen Harmonik und den nahtlosen Übergängen zwischen Rezitativ, Arioso und Arie dem Drama eine Sogkraft, der sich kaum ein Zuhörer entziehen kann.

 

 

Musikalische Leitung: Christian Curnyn
Regie: Barry Kosky
Bühnenbild und Kostüme: Katrin Lea Tag
Dramaturgie: Ulrich Lenz

 

Werkeinführung: Kurs-Nr: SZ 112-504. 2 mal montags 18.15-19.45 Uhr; Beginn: 19.5.2014. Gebühr: 10,00 € /6,00 €  Ort: Haus der Weiterbildung in der Goethestr. 9-11, 12207 Berlin-Lichterfelde, Raum 121

AlleTermine:

Sonntag, 27. April, 2014, 12 Uhr:

Einführungsmatinée in der Komischen Oper (Eintritt frei)

19.5. und 26.5. 2014 (montags)  jeweils 18.15 – 19.45 Uhr:

Werkeinführung an der Lessing-Hochschule durch Dr. Christian Knudsen:
Jean-Philippe Rameau als Komponist -
Der Mythos von Castor und Pollux und seine literarischen Metamorphosen –
Die Entstehungsgeschichte der Oper -
Musikalische und dramaturgische Einzelbetrachtungen mit Klangbeispielen

Freitag,  30.5.2014 – Komische Oper Berlin

16.00 Uhr Kulissenbesuch mit Yvonne Trawny
17.15 Uhr Gespräch über die Inszenierung mit Dramaturg Ulrich Lenz
18.30 Uhr Abendimbiss im Künstlercasino der Komischen Oper (nicht im Preis enthalten)
19.30 Uhr Aufführung „Castor et Pollux“
22.00 Uhr Publikumsnachgespräch mit dem Regieteam und den
Sängern und Sängerinnen

Die Anmeldungen für den Tag in der Komischen Oper (Teilnahmegebühr 35 Euro)
erfolgen durch Dr. Christian Knudsen,  Tel. 8324484 oder 86455189 –
E-mail: christian.knudsen@web.de