Musikalische Leitung ... Carl St. Clair
Inszenierung ... Hans Neuenfels
Bühnenbild ... Hansjörg Hartung
Kostüme ... Elina Schnizler
Dramaturgie ... Ingo Gerlach
Chöre ... Robert Heimann
Licht ... Franck Evin
König Lear ... Tómas Tómasson
König von Frankreich ... Tilmann Rönnebeck
Herzog von Albany ... Hans Gröning
Herzog von Cornwall ... Christoph Späth
Graf von Kent ... Thomas Ebenstein
Graf von Gloster ... Jens Larsen
Edgar, Sohn Glosters ... Martin Wölfel
Edmund, Bastard Glosters ... John Daszak
Goneril ... Irmgard Vilsmaier
Regan ... Erika Roos
Cordelia ... Caroline Melzer
Narr ... Elisabeth Trissenaar
Der König ist müde. Er will die Regierungsgeschäfte an seine Töchter abgeben – und dann eigentlich nur noch in Ruhe sterben. Unglücklicherweise verquickt er die Aufteilung des Reiches mit dem Aufruf zu einer öffentlichen Liebesbekundung. Die aufrichtig liebende Tochter Cordelia findet in diesem Wettbewerb keine Worte und bleibt weit hinter ihren zwei erfolgreich heuchelnden Schwestern zurück. Lear durchschaut den Trug nicht, gerät in Zorn und enterbt die vermeintlich undankbare Cordelia. Anstatt sich nun auf sein Altenteil zurückziehen zu können, wird der abgedankte König seinerseits von den machthungrigen Töchtern verjagt. In Begleitung eines Getreuen und eines Narren flüchtet er sich in die Heide und in den Wahnsinn. Die Intrigen um das Königreich weiten sich zu einem blutigen Bürgerkrieg aus, und erst der sterbende Lear begreift, die tote Cordelia im Arm, was mit ihm geschehen ist und was er getan hat. Mit »Lear« schuf der Berliner Komponist Aribert Reimann eine der bedeutendsten Opern des vergangenen Jahrhunderts. Shakespeares monumentale Tragödie um den greisen König und die parallel – in der Oper sogar simultan – geführte Handlung um die zwei Söhne des Grafen Gloster werden bei Reimann zur erschütternden Schilderung einer zerklüfteten Seelenlandschaft. Die unmittelbare theatralische Wirkungskraft verdankt »Lear« einer expressiven Tonsprache, die das leidende Subjekt ins Zentrum stellt. Der Brutalität und dem Wahnsinn der Gesellschaft und ihren scheinbar unausweichlichen Mechanismen stellt sich am Ende ein bewegender Appell an die Humanität entgegen: »Weint! Weint! Weint! Ihr seid Menschen aus Stein!«
5 Termine montags 18-20 Uhr: 2.11., 9.11., 16.11., 23.11. und 30.11.2009.
„Lear, King Lear“ - Eine Einführung in den mythologischen Stoff, in die Tragödie von William Shakespeare und in die Oper von Aribert Reimann.
Ort: Lessing-Hochschule zu Berlin (Dahlem, Podbielskiallee 54)
Gebühr: 12.50 Euro pro Abend.
Sonntag 8. November 2009, 12.00 Uhr
Einführungsmatinee im Foyer der Komischen Oper. Gespräch mit dem Regieteam (Regisseur Hans Neuenfels) und den Sängern. Moderation: Ingo Gerlach (gratis).
Samstag, 5. Dezember 2009
16 Uhr Kulissenbesuch (5 Euro)
17.15 Uhr Dramaturgengespräch mit Ingo Gerlach im Künstlercasino (gratis)
19.30 Uhr Aufführung „Lear“ von Aribert Reimann (22 Euro)
22.00 Uhr Publikumsnachgespräch im Foyer der Komischen Oper
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